Disziplinen
Beim Rhönradturnen gibt es drei verschiedene Einzel-Disziplinen: Das Geradeturnen, das Spiraleturnen und der Sprung:
Das Geradeturnen:
Beim Geradeturnen rollt das Rhönrad auf beiden Reifen. Nach 2 bis 2 ½ Radumdrehungen wird ein Richtungswechsel geturnt.
Es wird zwischen der Pflicht- und Kürübung unterschieden.
Die Pflichtübung besteht aus einer fest vorgeschriebenen Übungsreihenfolge. Im Geradeturnen gibt es drei gängige verschiedene Pflichtübungen: L5 (SchülerInnen), L6 (Jugend) und L7 (Erwachsene).
Die Kürübung besteht aus frei gewählten Elementen und Elementverbindungen. Hierbei darf eine mindest Länge von 4 Bahnen und eine maximale Länge von 6 Bahnen (bestehend aus jeweils 2 bis 2 ½ Radumdrehungen) nicht unter- bzw. überschritten werden. Bei der Zusammenstellung einer Kür sollte auf die Vollständigkeit des Aufbaus geachtet werden. Es wird vorgeschrieben welche Art von Übungen geturnt werden muss. (Übungen in zwei Bindungen, in einer Bindung, Zentrale Übungen (Turner befindet sich ohne an den Bindungen festgemacht zu sein innerhalb des Rades), dezentrale Übungen (Turner befindet sich auf dem Rad, wodurch eine besondere Schwierigkeit erzielt wird), etc.) Bei den einzelnen Übungen unterscheidet man zwischen A-, B-, C- und D-Teilen (Schwierigkeitsteile), welche neben der Ausführung und dem Aufbau noch zusätzliche Punkte bereitet.
Das Spiraleturnen:
Beim Spiraleturnen bewegt sich das Rad nur auf einem der Reifen. Es wird zischen der „großen Spirale“ und der „kleinen Spirale“ unterschieden.
In der “großen” Spirale hat das Rad einen Neigungswinkel von 60 Grad, in der “kleinen” Spirale weniger als 30 Grad. Der Turner versucht das Rad durch Gewichtsverlagerung und Armzug auf der jeweiligen Höhe zu halten und nach 3-5 Sekunden in der kleinen Spirale das Rad wieder in den Stand zu bringen. Die Übungsfolgen sind für beide Spiralarten fest vorgeschrieben.
Der Sprung:
Der Sprung wird von den männlichen und seit 1999 auch von den weiblichen Turnern ausgeführt. Das Rad wird mit Schwung angeschoben. Der Turner läuft hinter dem Rad her und lässt sich vom Schwung auf das Rad ziehen. Aus der Grätsch-, Hock- oder Standposition vollführt er dann einen Sprung auf einen Mattenberg. Dies kann z.B. ein Hocksprung, Grätschsprung, Überschlag oder Salto sein.
Daneben gibt es noch für Paare die Disziplinen Partnerturnen, Synchronturnen und Partnerspirale.




